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Der Rischbachstollen ist Teil der ehemaligen Steinkohlengrube St.Ingbert, die 1959 ihre Tore schloss. Der heute zugängliche Teil (ca. 700 Meter Hauptstollen plus mehrere Nebenstollen) wird seit ca. 1990 von engagierten ehemaligen Bergleuten wieder mit Leben erfüllt. Während der Besichtigung des Stollens erhält der Besucher Einblicke in die Arbeit und das Leben der Bergleute von vor über 100 Jahren, als noch Handarbeit vorherrschte und Grubenpferde die Kohlenwagen zogen - eine Zeit, die der franz. Schriftsteller Emile Zola (1840-1902) in seinem zeitgenössischen Roman "Germinal" (1885) beschrieb. Die Besucher dürfen selbst Maschinen bedienen und mit "Schlägel und Eisen" arbeiten. Nach der Befahrung geht es erneut ins ehemalige Zechenhaus, wo Waschkaue, Lampenstube, Kaffeeküche und ein kleines Museum zum Verweilen einladen.